Bootsbau

 

Bootsbau ist ein zu komplexes Thema, um es im vollen Umfang auf einer Homepage zu behandeln. Also versuche ich hier das Thema so aufzubereiten, dass es für Interessierte einen informativen Überblick über jene Gebiete darstellt, die für den Bau von "kleineren Segelbooten" interessant sind.

 

Wenn man anfängt sich mit dem Bootsbau zu beschäftigen, so kann man seine Gedanken in zwei Hauptgebiete unterteilen: Die Frage nach der richtigen Form und der richtigen Materialwahl. Diese zwei Gebiete stehen jedoch in einer engen Abhängigkeit von einander, denn man kann einem Boot auf dem Plan nur eine Form geben die später beim Bau auch umsetzbar ist.

 

 

Design:

 

Die Form eines Rumpfes muss den Verhältnissen, in denen er verwendet wird, angepasst werden, so ist Ideal nicht gleich Ideal. Jeder Segler hat seine persönlichen Vorstellungen, wie ein Boot auszusehen hat. Diese konkrete Vorstellung hat sich aus Erfahrungen, die mit verschiedenen Bootstypen in verschiedenen Revieren und bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen gemacht wurden, entwickelt. Alleine die Tatsache, dass bei Überlegungen zur Formgebung so viele Faktoren bedacht werden müssen, zeigt, dass es die ideale Form gar nicht gibt, ja gar nicht geben kann. Man muss also in allem Kompromisse finden, man kann entweder versuchen eine möglichst universelle Form zu finden, oder man schneidet das Boot genau auf bestimmte Wetterverhältnisse in einem bestimmten Revier und eine bestimmte Crew zu und nimmt damit in Kauf, dass es nur beschränkt einsetzbar ist.

Es ist günstig, wenn man sich in Ruhe hinsetzt und sich überlegt, wo und wie man das Boot einsetzen will und welche Anforderungen es erfüllen muss, daraus ergeben sich dann auch die Eigenschaften, die das Boot haben sollte. Wenn man sich zum Bau eines eigenen Bootes entschließt, sollte man diesem ersten Teil der Planung viel Bedeutung zukommen lassen, da man mit dem Boot ja dann auch Spaß haben soll.

 

Material:

Wenn man planerisch an die Formgebung eines Rumpfes geht, kommt man nicht um das Thema "Material" herum, denn abgesehen davon, dass man sich spätestens beim praktischen Bau ohnehin eingehend auch theoretisch mit diesem Thema befassen muss, ist dieses Thema schon hier unbedingt in die Überlegungen mit einzubeziehen. Denn welche Form man dem Rumpf geben kann, hängt nicht zuletzt davon ab, welches Material zum Einsatz kommt. Dabei geht es um die mechanische Festigkeit und Steifigkeit des Materials genauso wie um Volumen und Gewicht, aber auch um die Ver- und Bearbeitbarkeit und auch den Preis des Materials. Wenn man sich für Materialien und auch Materialstärken entscheiden muss, muss man sich vor Augen führen, welchen Belastungen das Material ausgesetzt ist.

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Eine für den Bau von Einzelstücken sehr interessante Methode (Stitch-and-Glue) beschreiben Frank und Katharina Esser in einer Bauanleitung die im PDF Format zum Download zur Verfügung steht. Diese Methode deshalb so interessant, weil sie in Summe mit relativ wenig technischem Aufwand und im vergleich zu anderen Verfahren kostengünstig realisiert werden kann. Mehr darüber finden Sie auch auf der Homepage von Frank und Katharina Esser.